Fahrtberichte
Ein Präsident geht in die Luft -
Oma im Ballon -
Alpenüberquerung
Über Wien -
Nepal -
2011 Kössen -
Ballooning Kirchberg 2010
Beim Winter-Ballooning im Jänner 1998 in St. Johann in Tirol lernten wir
Norbert Schneider kennen. Er hatte damals ca. 35 Alpenüberquerungen hinter sich
und wir beschlossen, während des Meetings eine zu versuchen. Das Wetter spielte
uns leider einen Streich, daher kam am 21.3. der Anruf, mit dem keiner mehr
gerechnet hatte: „Wir fahren über die Alpen.“ Große Hektik brach aus, größeren
Ballon und Karten besorgen, Sauerstoff überprüfen, Verfolger organisieren und
ab nach Chieming. Um ca. 23 Uhr trafen wir ein, kurze Lagebesprechung mit
Norbert, morgen wird gestartet.
Um 4,30 Uhr läutet der Wecker, schnell in das Gewand, Wurstsemmel von gestern,
ein kaltes Cola und ab zum Startplatz in Rohrdorf.
5,30 Uhr letzte Wetterinformationen: es ist optimal. Los geht´s!
6,00 Uhr Start! Über uns eine dichte Bewölkung, wir vereinbaren mit 3 Meter
pro Sekunde zu steigen. Norbert übernimmt die Führung und nach 100 Meter
tauchen wir in die Wolken ein. Um uns ist alles grau und zeitweise schneit es.
Wir achten genau auf unsere Steiggeschwindigkeit. Bei 5.000 Meter sind wir
durch die Wolken und die Sonne taucht auf. Wir steigen weiter auf 6.500 Meter
und bewegen uns genau nach Süden mit einer Geschwindigkeit von 150 – 160 km/h
und minus 30 ° C. Unter uns eine geschlossene Wolkendecke. Der Blick um uns ist
gigantisch! Ab dem Alpenhauptkamm reißt die Wolkendecke auf, wir fahren über
die sonnenbeschienen Dolomiten. Rechts von uns ist Cortina d Ampezzo mit
Monte Cristallo und Tofana, unter uns die Marmolata, links von uns die Drei
Zinnen. Nach einiger Zeit taucht unter uns Belluno auf. Allmählich wird das
Land immer flacher, in der Ferne sehen wir bereits Venedig und das Meer. Vor
Treviso beginnen wir zu sinken und landen nach ca. 3 Stunden Fahrzeit nördlich
von Venedig auf einer wunderschönen grünen Wiese, 500 Meter von Norbert
entfernt. In kürzester Zeit sind viele Helfer da und der Ballon ist
blitzschnell eingepackt und versorgt. Wir treffen uns mit Norbert in einer
Trattoria und warten bei gutem Essen und Trinken auf unsere Verfolger, die
nach ca. 7 Stunden Fahrzeit bei uns eintreffen. Nach einer Pause für die
Verfolger werden die Ballone aufgeladen und ab geht es in Richtung Heimat.
Für uns ging ein Traum in Erfüllung! Es war ein unbeschreiblich schönes
Erlebnis!
Ein Herzlicher Dank an Norbert und unseren beiden Verfolger, denn ohne sie
hätten wir dies nicht erlebt!
Am 19. Jänner 2000 gelang uns die zweite Alpenüberquerung.